Deutschsprachiges NOF - Forum

Support und Tutorials rund um das Thema NetObjects Fusion

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* Alles hat ein Ende...

Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt:
"Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

Vor fast fünf Jahren habe ich die NOF-Community gegründet und nachdem just zu diesem Zeitpunkt das „alte NOF-Forum“ quasi über Nacht vom Betreiber geschlossen wurde, war mein Forum für viele Nutzer von NetObjects Fusion eine willkommene Alternative.

Inzwischen sind weit über 5000 NetObjects-Nutzer in der NOF-Community registriert und täglich kommen weitere hinzu. An interessierten Mitgliedern fehlt es also nicht. Was aber fehlt, sind Mitglieder, die Lust haben, anderen Nutzern bei der Lösung ihrer vielfältigen Probleme in der Anwendung von NetObjects Fusion zu helfen. Vielleicht, weil viele von ihnen - ebenso wie ich - das Interesse an NOF verloren haben und zwischenzeitlich mit anderen Programmen arbeiten.

Aktuell ist es so, dass der Support wie die Kosten für den Betrieb der NOF-Community fast ausschließlich von mir übernommen werden. Dies, und die Tatsache, dass ich die Arbeit mit NetObjects Fusion nicht mehr für zeitgemäß halte, veranlasst mich, den aktiven Forenbetrieb zu beenden. Die Beiträge, Tipps und Anleitungen aus den letzten Jahren stehen ab heute nur noch als Nachschlagewerk zur Verfügung.

Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die mich und die NOF-Community in den vergangenen Jahren unterstützt haben.

Beste Grüße nettesekel

Die letzten Beiträge

Autor Thema: Bildbearbeitung mit GIMP für Anfänger  (Gelesen 8567 mal)

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Offline Dada

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Bildbearbeitung mit GIMP für Anfänger
« am: 26. Dezember 2012, 13:39:11 »
In diesem Tutorial befassen wir uns mit den Grundlagen von GIMP.
GIMP (GNU Image Manipulation Program, früher General Image Manipulation Program) ist ein kostenloses und freies Bildbearbeitungsprogramm, das unter der GNU-Lizenz steht.
Es steht für die gängigsten Betriebssysteme zur Verfügung. Hier geht es hauptsächlich um die Installation und Verwendung unter Windows, da die wir ja sowieso Windows wegen NOF nutzen „müssen“.

Ich versuche es mit Hilfe von vielen Screenshots möglichst einfach zu Gestallten.
Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Windows sollten aber vorhanden sein.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Tutorials ist die 2.8.2 die aktuelle und stabile Version.
Von dieser stammen auch die Screenshots, die hier verwendet werden.
Diese wurden unter Win7 gemacht, daher kann das Erscheinungsbild der Fenster von eurem abweichen.

Das Tutorial befasst sich mit folgenden Themenbereichen:


« Letzte Änderung: 02. März 2013, 18:45:20 von nettesekel »
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Download und Installation
« Antwort #1 am: 26. Dezember 2012, 13:41:23 »
GIMP könnt ihr unter http://sourceforge.net/projects/gimp-win/ herunterladen.
Wenn ihr diese Seite aufruft, bekommt ihr die aktuelle stabile Version für euer Betriebssystem vorgeschlagen.



Mit einem Klick auf Download werdet ihr weitergeleitet. Der Download sollte nach 5 Sekunden automatisch starten, wenn nicht nutzt den alternativen Downloadlink. Den Schritt mit dem Downloaden und öffnen der Setup-Datei lasse ich bewusst aus, da jeder einen anderen Browser oder Downloadmanager benutzt.

Wenn ihr diese heruntergeladen habt, startet die Installation. Das Setup ist mehrsprachig ihr könnt zwischen Deutsch/Englisch/Italienisch/Slowenisch wählen.



Wenn ihr eure Sprache gewählt habt, klickt auf <OK.>

Nun sollte folgendes Fenster erscheinen.



Ich empfehle die Installation mit einem Klick auf <Installieren> zu starten, dann wird GIMP mit den Standarteinstellungen installiert. Wenn ihr <Anpassen> wählt, könnt ihr Laufzeitbibliotheken und Scriptunterstützungen an/abwählen und die Verknüpfungen mit den Dateitypen anpassen.
Aber wie schon geschrieben reicht der einfache Klick auf <Installieren>

GIMP wird nun mit den Standarteinstellungen installiert.
Je nach Geschwindigkeit von eurem PC kann dies ein bisschen dauern.




So nun habt ihr GIMP auf euren PC.

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Die Arbeitsoberfläche von GIMP
« Antwort #2 am: 26. Dezember 2012, 17:51:56 »
Nun findet ihr im Startmenü den neuen Eintrag GIMP 2.
Der erste Start von GIMP wir ein bisschen länger dauern, da das Programm nun alle Plugins, Schriftarten und Pinsel einrichtet.



Danach sollte die Arbeitsoberfläche erscheinen und ungefähr so aussehen.



Der GIMP-Arbeitsbereich besteht aus aus 3 Fenstern. Wem dies nicht zusagt, kann seit Version 2.8.0 auch in den Einzelfenster-Modus umschalten.
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Die Arbeitsoberfläche von GIMP - Das Werkzeugfenster
« Antwort #3 am: 26. Dezember 2012, 18:18:59 »


Das Werkzeugfenster gliedert sich in zwei Bereiche.
In der oberen Hälfte sind die Werkzeuge angeordnet, in der unteren Hälfte ist der Dialog Werkzeugeinstellungen angedockt. In diesem werden die Einstellungen des aktuell gewählten Werkzeuges angezeigt.

Wenn ihr mit der Maus über ein Werkzeugsymbol geht, bekommt ihr einen Tooltip mit der Beschreibung des Werkzeuges und dem Shortcut angezeigt. Um schneller zu arbeiten, kann man alle Werkzeuge mit einem Shortcut aufrufen.

Die die ihr am häufigsten Brauchen werdet sind:

Werkzeugfenster anzeigen STRG+B
Rechtecksauswahl R
Elliptische Auswahl E
Füllwerkzeug Shift+B
Verlaufswerkzeug L
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Die Arbeitsoberfläche von GIMP - Das Dockfenster
« Antwort #4 am: 26. Dezember 2012, 18:55:20 »


Auch dieses besteht aus einem oberen und unteren Bereich.
Standardmäßig sind in oberen Bereich die Dialoge Ebenen, Kanäle, Journal, Dokumentenindex und Farbverlaufseditor angedockt und können über Reiter ausgewählt werden.
Im unteren Bereich sind die Dialoge Pinsel, Muster, Farbverläufe angedockt.

Der wichtigste Dialog wird für euch am Anfang der Ebenendialog sein.
GIMP arbeitet mit Ebenen, die übereinandergelegt sind.
Stellt euch eine Ebene einfach als Folie vor, die mit verschieden Werkzeugen bearbeitet werden kann. Und ein Bild als Stapel dieser Folien.
Einen Teil der Funktionen des Ebenendialoges werdet ihr später noch kennenlernen.

Wichtig ist auch der Dialog Journal.
Sollte mal etwas schiefgegangen sein, könnt ihr hier den entsprechenden Schritt rückgängig machen.
Auch die anderen Dialoge werden wir noch an Beispielen noch genauer betrachten.
« Letzte Änderung: 26. Dezember 2012, 19:02:01 von Dada »
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Die Arbeitsoberfläche von GIMP - Das Hauptfenster oder Arbeitsfenster
« Antwort #5 am: 26. Dezember 2012, 19:25:02 »


Im Arbeitsfenster wird euer Bild angezeigt und hier werden auch die Werkzeuge angewendet.
Es kann mehre Arbeitsfenster geben je nachdem, wie viele Bilder ihr geöffnet habt.
Falls ihr GIMP im Einfenster-Modus verwendet wird für jedes geöffnete Bild ein Reiter angezeigt.

Im Arbeitsfenster findet ihr auch die Menüleiste, alle Befehle der Menüleiste sind auch im Kontextmenü (rechte Maustaste) vorhanden. Ihr solltet euch die Verwendung des Kontextmenüs angewöhnen, da ihr hierdurch Zeit einspart. Im Screenshot ist auch das Kontextmenü dargestellt.

Ist kein Bild geladen, ist dieses ausgegraut und die Silhouette von Wilber dem GIMP-Maskottchen wird dargestellt.

Unten findet ihr wie bei den meisten Windowsprogrammen die Statusleiste.
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Bilder/Fotos für das Internet optimieren
« Antwort #6 am: 27. Dezember 2012, 19:50:25 »
Es ist euch sicher schon aufgefallen, dass die Ladezeiten von Internetseiten sehr von der Anzahl und Größe der verwendeten Bilder und Grafiken abhängt. Dabei sind diese am einfachsten zu optimieren.

NOF bietet zwar die Möglichkeit unter den Bildeigenschaften die Optimierung von Bildern an, liefert aber dabei nur befriedigende Ergebnisse. Auch das Skalieren (Geometrie in den NOF-Bildeigenschaften) sollte man besser lassen. Diesen Hinweis habt ihr aber sicher schon öfter gelesen.

Wie ihr diese mit GIMP optimiert und auf die Endgröße skaliert, möchte ich euch nun zeigen. Außerdem behandeln wir in diesem Kapitel das Öffnen/Speichern von Bildern mit GIMP und schauen uns die Vor- und Nachteile einiger Dateiformate an.



Wie bekomme ich mein Bild in GIMP – Dateien öffnen

Viele Wege führen nach Rom.
Ich möchte mich hier aber auf den Weg in GIMP beschränken.

Den <Öffnen>-Dialog findet ihr in der Menüleiste oder wie schon erwähnt im Kontextmenü des Arbeitsfensters. Oder ihr benutzt den Shortcut STRG+O.



Es öffnet sich das <Bild öffnen>-Fenster.



In diesem Fenster könnt ihr ähnlich, wie im Windows Explorer navigieren. Es gibt dort aber noch zusätzliche Elemente, die wichtig sind. Zuerst einmal bekommt ihr rechts eine Vorschau des Bildes angezeigt, je nach Größe des Bildes kann die Erstellung der Vorschau ein wenig dauern.
Oben bekommt ihr den kompletten Pfad des geöffneten Ordners als Buttons angezeigt, damit kommt ihr wieder zurück in die übergeordneten Ordner. Links davon ist ein Button mit einem Blatt Papier und einem Stift. Klickt ihr auf diesen Button, wird eine Adresszeile eingeblendet, dort könnt ihr auch den Pfad direkt eingeben, wenn ihr wollt.

Es gibt zwei Elemente, die man verwechseln kann.
Ein ein Dropdown-Menü rechts unten und eine minimierte Listbox.

Mit dem Dropdown-Menü könnt ihr innerhalb des <Bild öffnen>- Fensters nur .png-Dateien anzeigen lassen oder nur .jpg-Dateien usw.

Die Listbox unten links ist normalerweise ausgeblendet. Es ist nur ein Pluszeichen und der aktuell gewählten Einstellung zu sehen. Normalerweise sollte dort „Dateityp automatisch bestimmen“ stehen.



Wenn ihr auf das Pluszeichen klickt, wird die Listbox eingeblendet. Dort kann man einstellen, wie die Datei geöffnet werden soll. Dazu muss ich ein kleines bisschen die Architektur von GIMP erklären. GIMP öffnet nur seine eigenen xfc-Dateien selber, alle anderen Formate werden über Plugins geöffnet. Die hat den Vorteil das GIMP immer wieder neue Formate „lernen“ kann ohne das das Hauptprogramm umgeschrieben werden muss. Ich weiß es ist ein bisschen verwirrend, da die Plugins schon mit GIMP ausgeliefert werden und man es normalerweise nicht bemerkt. Normalerweise solltet ihr diese Einstellung auf automatisch bestimmen stehn lassen. Ihr braucht das wirklich nur bei ganz exotischen Formaten und Dateiendungen.



Aber machen wir weiter, wählt euer Bild aus und klickt auf Öffnen.


Das Bild für das Web optimieren

Wir ihr ein Bild grundlegend bearbeitet und optimiert zeige ich euch an einem Beispiel.
Aktuell habe ich in meinen Arbeitsfenster, das ihr im Screenshot seht, ein Bild von einer Skulptur geöffnet. Falls ihr Informationen über ein Bild anzeigen wollt. Klickt im Menü/Kontextmenü auf Bild>Bildeigenschaften.

www.daniel-klas.de/Oeffentlich/rumgenoft/GIMP_Tut/pre_Bild_opti1.JPG" vspace="0" hspace="0" align="top" border="0" alt="" title="">
Wenn ihr ein Bild geöffnet habt, verändert sich der Titel des Arbeitsfensters und der Statusleiste.
Im Titel steht der Bildname und bei mir jetzt importiert, weil ich eine jpg-Datei geöffnet habe.
In der Statusleiste habt ihr jetzt einen Button zum Einstellen der verwendeten Maßeinheit und ein Dropdownfeld zum Anpassen der Vergrößerung. Die Einstellung der Vergrößerung und ein paar andere Funktionen findet ihr im Menü/Kontextmenü unter Ansicht>Vergrösserung.

Wenn ihr euch das Bild betrachtet, seht ihr gleich das Es um 90 Grad nach links gedreht werden muss.
Hierzu klickt im Menü/Kontextmenü auf Bild>Transformation>Um 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen.



Hier stehen euch auch noch einige ander Optionen zur Verfügung wie z.B. spiegeln.
Wenn ihr den Befehl angeklickt habt, seht ihr einen Fortschrittsbalken in der Statusleiste.

Das Ergebnis sieht nun so aus:



Gewöhnt euch bitte an zwischendurch abzuspeichern, GIMP ist zwar ein robustes Stück Software aber es kann auch mal zum Absturz kommen. Klickt hierzu im Menü/Kontextmenü auf Datei>Speichern. Jetzt muss ich wieder eine kurze Info dazwischen schieben: Seit GIMP 2.8.0 kann man nur noch im GIMP-eigenen xfc-Format speichern. In den xfc-Dateien sind alle Arbeitsdaten wie Ebenen, Kanäle, Pfade usw. gespeichert also fast alles außer dem Journal. Früher konnte man auch in andere Formate speichern allerdings gehen dabei die meisten eben genannten Informationen verloren. xfc taugt für das Web nichts, dafür benutzt man andere Formate aber dazu gleich mehr.

Das <Speichern>-Fenster ist ähnlich dem <Bild öffnen>-Fenster ihr habt aber zusätzlich in der rechten oberen Ecke einen Button zum Anlegen von Ordnern.



Gebt eurer Datei einen aussagekräftigen Namen, also nicht Bild1, sonder z.b. diehuelle.
Damit ihr sie später wiederfindet. Das xfc wird von GIMP automatisch angefügt.
Versucht ihr eine andere Endung wie z.B. jpg anzugeben, bekommt ihr eine Fehlermeldung.
Und weiter mit dem skalieren des Bildes.
Mein Bild ist mit 2976 × 3968 Pixel ein „wenig“ zu groß. Das Bild soll ja in mein Layout passen.
Also bei mir soll dieses Bild jetzt mal 400px breit werden.

Um ein Bild zu skalieren, klickt im Menü/Kontextmenü auf Bild>Bild skalieren.
Es öffnet sich das Fenster <Bild skalieren>



Hier gibt es wieder einiges das erklärt werden sollte.
Zunächst haben wir erst einmal die Bildgröße, in den Eingabefeldern steht zurzeit die aktuelle Bildgröße. Breite und Höhe sowie X- und Y-Auflösung als Paare übereinander. Neben den Eingabefeldern seht ihr ein Kettensymbol, wenn man darauf klickt, wird die Kette geschlossen oder getrennt. Die geschlossene Kette bedeutet das die beiden Eingabefelder proportional zueinanderstehen. Das heißt, das Bild wird gleichmäßig skaliert, GIMP rechnet euch dann auch das andere Eingabefeld gleich mit aus. Wenn ihr nicht proportional skaliert zieht das Bild gedehnt oder gedrückt aus.

Dan gibt es in diesem Fenster noch den Punkt Qualität.
Hier findet ihr ein Dropdownmenü mit dem klingenden Namen „Interpolation“.
Interpolation ist ein mathematisches Verfahren. Es dient dazu eine lückenhafte Folge von Werten mit neu errechneten Werten in den Lücken zufüllen. Auf die einzelnen mathematichen Grundlagen der  verschieden Verfahren möchte ich nicht genauer eingehen, da dies eine Wissenschaft für sich ist.
Die beste Kantenschärfe bringt die lineare Interpolation, hier entstehen aber schnell sichtbare Treppen bzw. Blockansätze. Das kubische Verfahren kann man verwenden, um die Schärfe von Grafiken beim Skalieren zu verbessern, allerdings wird die Kantenschärfe nie besser werden als die des Originals. Sinc stellt eine Mischung aus linear und kubisch da.

Begnügen wir uns mit der Aussage, dass kubisch für Fotos meistens die beste Wahl ist.

Wie schon erwähnt will ich eine Breite von 400px, diese gebe ich in das Eingabefeld ein und die Kette ist geschlossen, GIMP errechnet mir nun automatisch die Höhe von 533px.
An der Auflösung stellen wir auch noch ein wenig, um das Bild weiter zu verkleinern.
Für das Web reicht meistens eine Auflösung von 72ppi (pixel per inch) eine größere Auflösung macht nur bei Produktfotos, die auch gedruckt werden, sollen wirklich sinn.

Hier nochmal meine Einstellungen zum Skalieren des Bildes.



Nach dem Klick auf <Skalieren>  erscheint wie beim drehen in der Statusleiste der Fortschrittsbalken.
Danach seht ihr wieder das Bild im Arbeitsfenster allerdings kleiner wie zuvor da GIMP die Vergrößerung des Arbeitsfensters nicht angepasst hat. Wenn ihr das Bild in im Endformat sehen wollt, müsst ihr die Vergrößerung auf 100% stellen.

Exportieren des Bildes in einem webtauglichen Format


Bevor wir uns mit dem Export befassen, müssen wir uns noch die grundlegenden Eigenschaften der verschiedenen webtauglichen Formate betrachten.


Fangen wir mit dem wohl bekanntesten an, dem JPG-Format.
Bei  JPG werden Bilder in RGB-Farben gespeichert und sie können Komprimiert werden, je stärker die Komprimierung desto schlechter die Bildqualität. JPG kennt keine Transparenz.

GIF
Beim GIF-Format können nur 256 Farben von einer indexierten Farbpalette genutzt werden,
mit diesem Format können aber transparente Bilder und Animationen gespeichert werden.

PNG
Mit PNG können Bilder in RGB-Farben gespeichert werden und ebenso Transparenz genutzt werden. PNG setzt ein verlustfreies Kompremierungsverfahren ein das sich nicht auf die Bildqualität auswirkt. Allerdings werden die Dateien meistens nicht so klein wie bei JPG.
Außerdem hatte der InternetExplorer 6 Probleme bei der Darstellung von PNG.
 
Exportiren wir nun unser Bild .
Dazu klicken wir auf Datei>Exportieren, es öffnet sich nun ein Fenster mit dem Titel <Bild exportieren> , dieses unterscheidet sich bis auf den Unterschied der freien Formatwahl nicht vom <Speichern>-Fenster.



Unten links in der Ecke finden wir wieder ein Pluszeichen. Dahinter sollte „nach Endung“ stehen.
Die führt dazu das wenn wir als Dateiname "Bildname.jpg" als JPG exportiert bei und bei "Bildname.gif" in das GIF-Format exportiert wird usw.
Wenn ihr dies so nicht nutzen wollt, könnt ihr mit einem Klick auf + auch das Auswahlfeld für die verschiedenen Formate einblenden und euch das passende Format auswählen.

Ich nehme jetzt mal in meinem Beispiel das JPG-Format .
Nach einem Klick auf exportieren wird das entsprechende Plugin aktiv, den GIMP exportiert in andere Formate auch nur über Plugins.

Export im JPG-Format


Es erscheint nun folgendes Fenster.



Hier könnt ihr mit dem Schieberegler die Qualität des erzeugten Bildes einstellen.
100 wäre hierbei die beste Qualität und 0 die Schlechteste.
Die Qualität wirkt sich auf die Dateigröße aus.
Wenn ihr ein Häkchen bei "Vorschau im Bildfenster" setzt, bekommt ihr eine Vorschau und die wahrscheinliche Dateigröße angezeigt.

Mt dem Klick auf <Export> wird nun die Datei gespeichert.

Export im PNG-Format

Es öffnet sich ein neues Fenster.



Hier gibt’s wieder einige Optionen.

Interlacing (Adam 7)
Ist hier ein Häkchen gesetzt, wird das Bild progressiv aufgebaut, das heißt dass heißt, dass das Bild erst unscharf und grob und je nachdem wie viel geladen ist, Bild erst unscharf und grob und je nachdem wie viel geladen ist als feiner dargestellt wird.

Hintergrundfarbe speichern

Ein Häkchen hier bewirkt das die Hintergrundfarbe das die aktive Hintergrundfarbe von GIMP mitgespeichert wird. Ansonsten wird grau verwendet. Diese Einstellung wird für schlechte Webbrowser die nur mit zwei Transparenzwerten klar kommen gebraucht (ich sage nur IE6).
Grau würde in den meisten fällen bescheiden aussehen.

Gamma-Faktor speichern

Hier wird die Helligskeitseinstellung von eurem Bildschirm mitgespeichert.
Anhand des Wertes wird Darstellung auf anderen Geräten angepasst.

Layerversatz speichern

Bitte aktiviert dies Option nicht, sondern lasst GIMP die verschieden Ebenen zusammenfügen.

Auflösung speichern

Hier wird noch die Auflösung gespeichert, ist aber nur für den Druck wichtig.

Erstellungszeit speichern

Ist eigentlich selbsterklärend, meint man. Es ist aber der Wert gemeint, an dem das Bild das letze mal gespeichert wurde.

Kommentar speichern
Das Kommentar das ihr in den Bildeigenschaften angeben könnt, Standard bei GIMP ist „Created with GIMP “. Wenn kein Kommentar hinterlegt ist diese Checkbox ausgegraut.

Und dann gibt es noch den Schieberegler für den Kompressionsgrad.
Mit diesem wird die Kompression von 0-9 geregelt. 0 ist hierbei keine Kompression und 9 ist die maximale Kompression. Hier könnt ihr ruhig die maximale Kompression auswählen da dies sich nicht auf die Bildqualität auswirkt. Lediglich das Erstellen der Datei dauert länger.

Die Standarteinstellungen von GIMP können so wie sind genutzt werden.

Export im GIF-Format
Das lass ich mal komplett aus, weil es selbsterklärend ist.



Das sollte jetzt eigentlich das Grundlegende dazu gewesen sein, das optimale Dateiformat, Größe, Kompression müsst ihr je nach Verwendungszweck selbst wählen.
Und wie schon geschrieben habe, speichert zwischendurch ab. Und überschreibt bitte niemals beim Export euer original.
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Ein Bild mit GIMP zuschneiden
« Antwort #7 am: 30. Dezember 2012, 12:04:58 »
Manchmal kommt es vor das man nur einen bestimmten Teil eines Bildes verwenden möchte.
Man braucht also einen Bildausschnitt und wie das gemacht wir gehen wir jetzt durch.

Öffnet euer Bild in GIMP.
Ich nutze hier ein Bild, das ich von Fotolia habe.
Cute girl reading a book, © dimis – Fotolia.com.

Jetzt nutzen wir zum ersten mal ein Werkzeug von GIMP.
Klickt im Werkzeugfenster auf

Im Unteren Teil des Werkzeugfensters erscheint nun der Reiter Werkzeugeinstellungen mit dazugehörigen Optionen.


Fangen wir bei den Optionen mal ganz oben an.

Nur aktive Ebene:
Ist eigentlich vom Namen schon selbst erklärend. Wenn diese Option aktiviert ist, wird nur eure aktive Ebene zugeschnitten, andernfalls das ganze Bild.
Bei meinem Beispielbild gibt es nur eine Ebene, da ich ein JPG-Bild geöffnet habe.

Vergrößern zulassen:
Ist diese Option aktiviert, wird die Leinwand (die sichtbare Zeichenfläche in GIMP) vergrößert, wenn ihr mit dem Auswahlrahmen die Bildgrenzen überschreitet. Sonst endet die Auswahl am Bildrand, auch wenn man den Auswahlrahmen größer zieht.

Aus der Mitte aufziehen:
Normalerweise zieht GIMP den Auswahlrahmen aus der Ecke auf, wenn man diese Option aktiviert, wird der Auswahlrahmen von der Mitte her aufgezogen.

Fest:
Wenn ihr einen Ausschnitt mit einer festen Größe erstellen wollt, nutzt diese Option.
Ihr könnt z.b. ein Seitenverhältnis von 1:1 angeben dann habt ihr eine quadratische Auswahl, die in der Größe uneingeschränkt ist. Ihr könnt diese kleiner oder größer aufziehen es bleib immer im Seitenverhältnis.
Wenn ihr bei Breite einen Wert angebt, ist die Breite eures Auswahlrahmens fest, die Höhe ist aber freibeweglich. Andersherum, wenn ich Höhe auswählt, dann ist die Breite frei beweglich.
Bei Größe hat euer Auswahlrahmen die von euch angeben Größe ihr könnt ihn nicht verändern.

Hervorheben:
Wenn ihr wollt, dass man denn auswählten Bereich, besser erkennen kann, dann nutzt diese Option.
Wenn ich diese aktiviert, wird alles um denn Auswahlrahmen ausgegraut.

Jetzt gibt es noch ein Dropdown.Menü „Hilfslinien“ hier könnt ihr auswählen, ob ihr bei der Auswahl Hilfslinien angezeigt haben wollt. Geht die Liste einfach mal durch es, ist sogar der „Goldene Schnitt“ dabei.

Schauen wir nun in das Arbeitsfenster, hier hat sich der Mauscursor in ein Fadenkreuz mit Skalpell verwandelt.
Zieht nun bei gedrückter linker Maustaste die Auswahl auf und lasst die Maustaste wieder los.
Bei meinem Beispiel sieht es nun so aus.




Ich hatte die Option „Hervorheben“ aktiviert, um euch mal denn Effekt zu zeigen.
Diese Auswahl müsst ihr aber nicht als geben hinnehmen ihr könnt sie immer noch bewegen oder verändern. Geht ihr mit dem Mauscursor in die Mitte der Auswahl, wandel sich dieser zu einem Kreuz, das heißt, ihr könnt nun bei gedrückter rechter Maustaste den Auswahlrahmen bewegen.
Geht ihr mit dem Mauscursor an die Innenränder oder die Ecken, könnt ihr nochmal die Größe ändern.

Seit ihr mit der Auswahl zufrieden klickt einmal in die Auswahl oder drückt Return/Enter auf eurer Tastatur. Das Bild wird nun auf die Auswahl zugeschnitten.



Nun könnt ihr das Bild entweder abspeichern oder weiterbearbeiten.
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Schärfen mit GIMP
« Antwort #8 am: 30. Dezember 2012, 15:46:22 »
Das Schärfen sollte normalerweise der letzte Schritt vor dem Abspeichern eines Bildes sein,
Ich ziehe diesen Schritt hier im Tutorial mal nach vorne da die Themen Farbkorrektur, Weichzeichen usw. für die meisten wohl zweitrangig sind.

Es gibt mehrere Methoden zum Schärfen in GIMP ich gehe hier nur 2 Methoden mit euch durch.
Da dieses Tutorial wirklich nur die absoluten Basics vermitteln soll.

Hier verwende ich wieder ein Bild von Fotolia.
Young busines woman with notebook, © Sergey Nivens - Fotolia.com
Bei dem Beispeilbild, das ich gewählt habe, sieht man sehr schön die Unschärfe. Gut das Bild hat noch andere Probleme aber die interessieren uns jetzt mal nicht.


Ich zeige euch zuerst einmal die einfachste aber nicht beste Methode zum Schärfen dem
Schärfen mit dem Filter „Schärfen“.

Nachdem das Bild in GIMP geöffnet ist, klickt ihr im Hauptmenü/Kontextmenü auf
Filter > Verbessern > Schärfen ..

Es erscheint ein Fenster „Schärfen“



Hier habt ihr eine Vorschau und ein Schieberegler zur Einstelllung der Schärfe.
Neben der Vorschau habt ihr ein kleines Kreuz, wenn ihr darauf klickt, seht ihr eine Miniaturansicht des Bildes, hier könnt ihr den Bildausschnitt für die Vorschau auswählen.



Über den Schieberegler könnt ihr einen Wert für das Schärfen von 0-99 wählen. Es ist besser, wenn ihr die werte, nicht allzu hoch wählt, da sonst ein unerwünschtes Bildrauschen entsteht bzw. ein schon vorhandenes Rauschen verstärkt wird.

Mit dem Häkchen in Vorschau könnt ihr auch schnell zwischen Original und Vorschau hin und her schalten.

Seit ihr mit der Vorschau zufrieden klickt auf <OK > und euer Bild wird geschärft.



Schärfen mit Filter „Unscharf maskieren“

Beim unscharf maskieren wird die Schärfe durch die Kontrastanhebung kleiner Helligkeitswechsel verbessert.

Den Filter „Unscharf maskieren“ kann mann besser einstellen als den Filter „Schärfen“ und liefert oftmals bessere Ergebnisse.

Dazu öffnen wir erstmal unser Bild, ich verwende hier das gleiche wie im Beispiel zu „Schärfen“.
Klickt im Hauptmenü/Kontextmenü auf Filter> Verbessern> Unscharf maskieren

Es öffnet sich das Fenster „Unscharf maskieren“.



Hier habt ihr ein paar Möglichkeiten mehr zum Einstellen.
Hier ist auch wieder ein Vorschaufenster zur direkten Kontrolle vorhanden.

Mit Radius gebt ihr an wie viele Pixel neben der geschärften Kante auch geschärft werden. Dieser Wert ist abhängig von Auflösung/Größe eures Bildes. Je größer das Bild ist umso größer sollte auch der Radius sein. Deshalb solltet ihr Bilder auch erst nachdem ihr es auf das Endformat gebracht habt schärfen.

Mit Menge gebt ihr die Stärke der Schärfung an.

Der Schwellwert bestimmt, wie unterschiedlich die Farbe zweier Pixel sein muss, damit der Filter diese als Kante betrachtet und schärft.

Die optimalen Einstellungen für jedes Bild müsst ihr selbst finden, sollte es mal schief gehen, nutzt das Journal um es rückgängig zu machen.
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Belichtungskorrekturen mit GIMP: Kontrast und Helligkeit
« Antwort #9 am: 12. Januar 2013, 19:29:43 »
Es gibt mehrere Möglichkeiten mit GIMP den Kontrast eines Bildes anzupassen.
Zeigen werde ich euch aber nur 2 davon, die anderen sind vielleicht zu kompliziert für ein Anfängertutorial.

Ich nutzte hier wieder ein Bild von Fotolia → mani in suit 10, © Christopher Hall - Fotolia.com

Das Werkzeug „Helligkeit/Kontrast“.

Befassen wir uns zuerst einmal mit der einfachsten, der Korrektur mit dem Werkzeug „Helligkeit/Kontrast“ ihr findet es im Hauptmenü/Kontextmenü unter Farben>Helligkeit/Kontrast.

Es öffnet sich folgendes Dialogfenster.



Hier habt ihr zwei Schieberegler einen für die Helligkeit und einen für den Kontrast.
Es ist empfehlenswert das Häkchen bei Vorschau zu setzen, dadurch erhaltet ihr eine Vorschau des Ergebnisses im Arbeitsfenster. Die ideale Einstellung könnt ihr nun durch Probieren herausfinden.
Mit <OK> werden eure Einstellungen angewendet, mit <Zurücksetzen> werden die Regler wieder auf null gestellt.



Ich könnt euch eure Einstellungen als Favoriten anlegen, das ist besonders praktisch, wenn ihr komplette Bildserien im Kontrast oder Helligkeit anpassen wollt, dann müsst ich nicht immer die Regler zur gewünschten Einstellung schieben. Speichern könnt ihr euere Einstellung mit einem Klick auf das +. Ihr werdet nach einem Namen für die Einstellung gefragt.
Die Favoriten könnt ihr über das Dropdown-Menü auswählen.



Das Werkzeug „Werte“

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von „Werte“ ihr findet es im Hauptmenü/Kontextmenü unter Farben>Werte.
Aber auch im Fenster von „Helligkeit/Kontrast“ findet ihr einen Button dafür.
Das Dialogfenster, das sich öffnet, sieht kompliziert aus.



Wir beschäftigen uns hier aber erstmal nur mit dem Bereich „Quellwerte“, dies reicht auch vollkommen für das Anpassen von Kontrast und Helligkeit aus.

Ihr seht ein sogenanntes Histogramm des Bildes, es stellt die dunklen, mittleren und hellen Bereiche des Bildes/Ebene auf einer waagerechten Achse dar. Von links (dunkel) nach rechts (hell). Die Höhe der Kurve gibt die Anzahl der Pixel mit dem entsprechenden Helligkeits-Wert wieder.

Die Werte können durch die 3 Dreiecke die als Schieberegler dienen angepasst werden.

Der Schwarze Schieberegler (das Dreieck rechts)  legt den Schwarzpunkt fest, die Pixel mit diesem Wert oder kleiner diesem werden Schwarz.

Der weiße Schieberegler(das Dreieck links) legt Weißpunkt fest, die Pixel mit diesem Wert oder größer diesem werden weiß.

Der graue Schieberegler (das Dreieck in der mitte) legt den Gammawert fest, verschiebt man ihn nach links wird das Bild zunehmend heller. Verschiebt man ihn nach rechts wir das Bild zunehmend Dunkler.



Habt ihr unten das Häkchen bei Vorschau gesetzt, bekommt ihr eine Vorschau im Arbeitsfenster angezeigt. Ihr könnt die Regler mit dem Button <Zurücksetzen> wieder in den Ursprung versetzen.

Am besten experimentiert ihr ein wenig mit den Schiebereglern, um die ideale Einstellung zu finden.
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Offline Dada

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Manchmal hat man trotz hochmoderner Kamera Probleme bei der Belichtung oder man hat Farbstiche im Bild. GIMP biete eine Vielzahl von Werkzeugen zur Verbesserung von Bildern an.

Wir beginnen mal mit den einfachsten den automatischen Werkzeugen.
Ihr findet sie alle im Hauptmenü/Kontextmenü unter Farben>Automatisch.
Leider liefern diese manchmal nicht das gewünschte Ergebnis, zuweilen sieht es auch mal seltsam aus. Aber ihr könnt ihr ja alles dank dem Journal wieder rückgängig machen.

Ich verwende hier mal bei allen Beispielen das gleiche Bild ( frog, © Andrei Merkulov - Fotolia.com) damit ihr den Unterschied seht.

Hier erstmal das Original.





Nun die Ergebnisse der automatischen Werkzeuge, einige sehen befremdlich aus, es kommt aber immer auf das Ursprungsbild an, bei dem einen wirkt es verbessernd bei andern ist das Ergebnis unbrauchbar. Es empfiehlt sich die verschiedenen Werkzeuge durchzuprobieren, man kann es ja wieder rückgängig machen.



Abgleichen (Farben>Automatisch>Abgleichen)



Hierbei werden die Helligkeitswerte der einzelnen Farbkanäle so eingestellt, dass Sie im Histogramm annährend gleich verteilt sind. Das Resultat kann sehr Unterschiedlich sein.
Ein Versuch ist es aber immer Wert.



Weißabgleich (Farben>Automatisch>Weißabgleich)



Die Farben werden automatisch neu eingestellt, dies wird durch eine Streckung der Histogramme für jeden einzelnen Farbkanal erreicht. 0,05% der Pixel von jedem Farbkanal werden auf die höchste bzw. niedrigste Intensität gebrach, alle anderen Werte dazwischen angepasst.
Dadurch kann es zu einem Helligkeitsverlust kommen.
Dieses Werkzeug ist ideal für Bilder, die ein Weiß oder schwarz enthalten das nicht ganz "sauber" ist.


Farbverbesserung (Farben>Automatisch>Farbverbesserung)



Hier wird die Farbsättigung erhört, hierbei wird aktuelle Ebene in den HSV-Farbraum überführt und das Histogramm des Farbsättigungskanals optimiert, danach wird das Ganze wieder in den RGB-Farbraum zurückgewandelt. Es werden weder die Farbwerte noch die Helligkeit verändert.



Normalisieren (Farben>Automatisch>Normalisieren)



Hier wird die Helligkeit des Bildes dahin optimiert das der dunkelste Punkt schwarz und der hellste Bildpunkt nahezu weiß ist. Die Zwischenwerte werden angepasst.


Kontrastspreizung (Farben>Automatisch>Kontrastspreizung)



Hier werden die Histogramme der Farbwerte zwischen dem kleinsten und dem größten Wert gestreckt. Helle Farben werden heller und dunkle Farben dunkler, was den Kontrast erhöht.
Dadurch wird ein ähnlicher Effekt erzielt wie beim Normalisieren erzielt, mit dem Unterschied, dass das Werkzeug auf alle Kanäle wirkt und nicht nur auf die Helligkeit.



HSV strecken (Farben>Automatisch>HSV strecken )



Es wird ein ähnlicher Effekt wie bei der Kontrastspreizung erzielt, wesentlicher Unterschied ist das hier im HSV-Farbraum gearbeitet wird. Dadurch bleibt der Farbton erhalten.
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Belichtungskorrekturen mit GIMP: Farben verbessern, Handarbeit.
« Antwort #11 am: 13. Januar 2013, 15:49:00 »
Nun noch einige manuelle Möglichkeiten die Farben zu verbessern.
Ich verwende immer noch das gleiche Bild wie bei den automatischen Werkzeugen als Beispiel.


Die Farben mit dem Werkzeug Werte verbessern.

Das Werkzeug „Werte“ hatten wir ja schon bei Helligkeit/Kontrast, jetzt nutzen wir noch ein paar andere Möglichkeiten.
Öffnet den Werte-Dialog über Farben>Werte im Hauptmenü/Kontextmenü.



Wir versuchen zuerst einmal die automatische Korrektur des Histogramm. Klickt dafür einfach mal auf <Automatisch>. Ihr findet den Button im Bereich „Alle Kanäle“.

Das ist mein Ergebnis.



Hat die automatiche Korrektur nicht das gewünchte Ergebnis gebracht, oder das Bild hat einen Farbstich kann man noch die Werte für den Gammafaktor bei dem entsprechenden Kanal anpassen.

Wählt dazu oben den ensprechenden Kanal aus dem Dropdown-Menü aus. Bei euch sollte im Moment noch Werte ausgewählt sein. Hat euer Bild z.b. einen Blaustich, wählt den blauen Kanal.

Verkleinert nun den Wert für Gamma am Schieberegler (das mittlere graue Dreieck) bis euch das Ergebnis zusagt.

Es kann z.b. dann so aussehen.




Den Farbton des Bildes korrigieren.

Den Farbton eines Bildes hat eine physiologische Wirkung, er kann als kalt, warm, störend usw. empfunden werden.
Um den Farbton zu bearbeiten, benutzen wir das Werkzeug Farbabgleich, ihr findet es unter Farben>Farbabgleich.

Es öffnet sich folgendes Dialogfenster, es sieht komplizierter aus, als es ist.



Ihr habt 3 Optionen um den zu bearbeiten Bereich zu wählen, dadurch wird der Helligkeitsbereich ausgewählt. Z.b. werden bei Schatten nur sehr dunkle Bereiche des Bildes bearbeitet.

Darunter sind 3 Schieberegler um den entsprechenden Farbwert anzupassen. Links ist immer die Komplementärfarbe zur rechten Seite.

Unten findet ihr noch zwei Checkboxen, die eine kennt ihr ja bereits, nämlich „Vorschau“.
Die andere heißt „Helligkeit erhalten“, dies bewirkt das, wenn es aktiviert ist, die Helligkeit des Bildes konstant gehalten wird. An sonsten ändert sich die Helligkeit.

Zu den Buttons, der Button <Bereich zurücksetzen> bewirkt das die Regler im aktuell gewählten Bereich (Schatten, Glanzlichter, Mitten) zurückgesetzt werden. Während <Zurücksetzen> das ganze Werkzeug in die Ursprungseinstellung zurückversetzt.

Probiert die Regler und Bereiche ein wenig durch um die ideale Einstellung zu finden.







Die Sättigung eines Bildes anpassen.

Blase und schwache Farbtöne aber auch zu starke und intensive Farben wirken auf den Betrachter manchmal unattraktiv. Eine optimale Sättigung kann ein Bild oder Motiv aufwerten.

Ich zeige euch hier die einfachste Methode, bei der keine neuen Ebenen angelegt werden.
Und damit es nicht langweilig wird ein anderes Bild ( Golden Spray, © Golfandy – Fotolia.com)

Hier erst einmal das Original.



Wir benutzen das Werkzeug "Farbton/Sättigung“, ihr findet es unter Farben>Farbton/Sättigung..
Es öffnet sich folgendes Dialogfenster.



In diesen Dialog seht ihr die Primärfarben im HSV-Kreis angeordnet.
Ihr könnt dort die jeweilige Farbe, die ihr bearbeiten wollt, auswählen, standardmäßig ist der Button <Alle> ausgewählt, er befindet sich in der Mitte des Farbkreises.

Darunter ist ein Schieberegler „Überlagern“, damit bestimmt ihr wie weit sich die Farbbereiche überschneiden dürfen, allerdings ist dieser Effekt sehr subtil. Er wirkt nur bei sehr ähnlichen Farben.

Im Bereich „Gewählte Farbe bearbeiten“ findet ihr 3 Schieberegler.

Farbton: Mit diesem Schieberegler könnt ihr den Farbton im Bereich von -180 bis 180 verschieben.
Helligkeit: Hier verstellt ihr die Helligkeit des jeweiligen Farbtones von -100 bis 100.
Sättigung: Hiermit regelt ihr die Sättigung von -100 bis 100.

Über den Button <Farbe zurücksetzen> lässt sich der gewählte Farbton zurücksetzen.
Natürlich ist auch wieder die Checkbox für die Vorschau vorhanden.

Spielt ein wenig mit den Reglern herum, durch die Vorschau seht ihr ja das Ergebnis.

Ich habe mal zwei Beispiel fertig gemacht.

Hier habe ich bei allen Farben (Button <Alle>) die Sättigung erhöht.



Im nächsten Bild habe ich nur die Sättigung von Rot, Blau und Cyan erhöht.

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Retusche mit GIMP: Rote Augen
« Antwort #12 am: 13. Januar 2013, 21:29:01 »
Viele kennen es sicher noch aus analog Zeiten, bei heutigen Kameras gibt es einen Vorblitz, damit der "rote Augen-Effekt" erst gar nicht entsteht. Sollte es doch einmal vorkommen, gibt es dafür einen Filter bei GIMP.

Ich zeige es euch wieder an einem Beispiel diesmal ist es ein Bild aus den Wikimedia Commons.
Das Bild mit dem Titel Texasdex and his girlfriend in our kitchen stammt von Drew Dexter.

Hier seht ihr die Problematik.



Damit wir den Filter anwenden können, müssen wir zuerst die Augen auswählen, das ist nötig, da sonst der Filter auf das ganze Bild wirkt. Dazu benutzen wir das Werkzeug 
„Elliptische Auswahl“,

Zieht nun eine Auswahl um den roten Bereich eines Auges, um das zweite Auge auszuwählen müsst ihr den Auswahlmodus ändern.
Klickt dazu auf dieses Symbol , ihr findet es im Werkzeugkasten im unteren Bereich bei Modus.

Dadurch schaltet ihr in einen anderen Modus um, alles was jetzt mit dem Werkzeug ausgewählt wird, wird der aktuellen Auswahl hinzugefügt.

Die Auswahl sollte dann etwa so aussehen.



Nun wenden wir den Filter an, ihr findet ihn im Hauptmenü/Kontextmenü unter Filter>Verbessern>Rote Augen entfernen. Klickt darauf und es öffnet sich der Dialog für die Einstellungen des Filters.



Hier habt ihr nur einen Schieberegler und die Vorschau. Mit dem Schieberegler stellt ihr den Schwellwert ein, über das Vorschaufenster seht ihr den Effekt. Wenn ihr die idealle Einstellung gefunden habt klickt auf OK. Die Auswahl könnt ihr über Auswahl>Nichts aufheben.

Das war es eigentlich schon zu den roten Augen.
Hier das Ergebnis.

« Letzte Änderung: 13. Januar 2013, 21:39:08 von Dada »
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Retusche mit GIMP: Störende Objekte beseitigen.
« Antwort #13 am: 14. Januar 2013, 21:29:14 »
Mann hat ein gutes Foto mit einem schönen Motiv, fast, den irgendeine Person oder Objekt ist zu sehen, das man da nicht haben möchte.

In diesem Bild (chameaux dans le désert, © xavier guichard  - Fotolia.com) sind mir irgendwie zu viele Kamele. Also entfernen wir mal eines.

Wir nutzten hierzu das Klonen-Werkzeug , ihr findet es im Werkzeugfenster.

Habt ihr das Werkzeug ausgewählt, seht ihr die Werkzeugeinstellungen im untern Bereich des Werkzeugfensters.



Hier gibt es einiges an Optionen, wir werden aber nicht auf alle eingehen, wichtig für euch ist erstmal der Pinsel und die Pinselgröße.
Den Pinsel könnt ihr über den Button auswählen, die Größe findet ihr darunter.
In meinem Beispiel habe ich die Einstellungen wie im obigen Screenshot genutzt.

Die Pinselform benutzt das Werkzeug, um mit einem Bildbereich zu zeichnen.
Solange ihr noch keinen Bildbereich zum Klonen ausgewählt habt, hat euer Mauszeiger dises Symbol .

Damit ihr ein Objekt sauber übermalt bekommt, sucht euch einen möglichst passenden Bildbereich, der dem Bereich um das Objekt am ähnlichsten ist. Das heißt, wenn ihr eine Person am Strand entfernen wollt, such euch einen Bereich, an dem der Sand die gleiche oder zumindest ähnliche Farbe/Struktur hat.

Um einen Bereich auszuwählen, drückt die STRG-Taste, euer Mauszeiger wandelt sich in ein Fadenkreuz. Klickt mit gedrückter STRG-Taste auf euren Bereich.



Nun könnt ihr mit dem mit dem Pinsel zeichnen, den Umriss eures Pinsels seht ihr gestrichelt um euren Mauszeiger. Das Arbeiten mit dem Klonen-Werkzeug ist keine Wissenschaft sondern eine Kunst. Das heißt, ihr müsst damit wie auch mit den anderen Werkzeugen von GIMP üben.

Nachfolgen mal das Ergebnis, damit ihr seht, was das Klonen-Werkzeug eigentlich bewirken kann.



Im Original Bild war ein Kamel mehr.
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Retusche mit GIMP: Portraitbilder.
« Antwort #14 am: 16. Januar 2013, 12:51:34 »
An dem Beispiel einer Portrait-Retuche möchte ich euch ein anderes Werkzeug zeigen das ähnlich dem Klonen funktioniert nur trickreicher.
Genauer gesagt geht es hier um das Heilen-Werkzeug , ihr findet es im Werkzeugfenster neben dem Klonen-Werkzeug.
Es wird ein zusätzlicher Algorithmus angewendet, der die Farbe und die Struktur des Zielgebietes betrachtet.

Die Wirkung zeige ich euch an einem Portrait (At the park on a summer day, © dimis - Fotolia.com)

Bei diesem Bild stören mich zwei Dinge, erstens das Piercing in der Nase und zweitens die Vernarbung auf der Stirn. Damit ihr seht was ich meine habe ich mal die Stellen markiert.



Das Heilen-Werkzeug wird genauso bedient wie das Klonen-Werkzeug.
Ihr wählt in den Werkzeugeinstellungen den Pinsel und dessen Größe passend zum „Defekt“.
Mit gedrückter STRG-Taste wählt ihr dann den zu kopierenden Bildbereich, danach könnt ihr auf den „Defekt“klicken.



Das Ergebnis.



Mit diesem Werkzeug könnt ihr auch hervorragend Falten glätten.
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